Gartenordnung

 

 

1. Allgemeines

Eine Verwirklichung der staatlich geförderten Bestrebung des Kleingartenwesens kann nur dann erfolgen, wenn die Kleingärtner einer Anlage gemeinschaftlich zusammenarbeiten, gegenseitig Rücksicht nehmen und ihre Gärten ordnungsgemäß bewirtschaften. Die nachstehende Gartenordnung soll hierzu den Weg weisen. Sie ist Bestandteil des Pachtvertrages und für sämtliche Kleingärtner bindend. Verstöße gegen sie berechtigen den Verpächter zur Kündigung des Pachtverhältnisses nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen.

Die Pachtverhältnisse und die Gemeinschaftseinrichtungen bedingen eine enge Zusammenarbeit und weitgehende Übereinstimmung unter den Pächtern der Kleingartenanlage.

Kleingartenanlagen sind Bestandteile des öffentlichen Grüns. Sie dienen der Gesunderhaltung, Erholung und Freizeitgestaltung.

Der Verein hat vor allem dafür zu sorgen, dass die im Bereich der Kleingartenanlage gelegenen Wege, Plätze, Grünflächen, Hecken, Kinderspielplatz, Umzäunung und anderes mehr in sauberem und verkehrssicherem Zustand gehalten und gepflegt werden. Diese Aufgabe erfordert vertrauensvolle Zusammenarbeit, ordnungsgemäße Bewirtschaftung und gegenseitige Rücksichtnahme aller Pächter dieser Kleingartenanlage.

Zum Zweck des Kleingartenvereins ROTHSCHWAIGE e.V. gehört insbesondere die Wahrung eines entsprechenden Gesamteindruckes der Kleingartenanlage an der Landsberger Straße unter Berücksichtigung sämtlicher für die Beschaffenheit und Gestaltung der Anlage geltenden Bestimmungen und die Klärung aller auftretenden Fragen, die mit dem Pachtverhältnis und der Nutzung durch mehrere Pächter dienenden Anlagen und Flächen zusammenhängen.

Die Pächter der Gartenparzellen sind verpflichtet, die Bestimmungen der Satzung, des Pachtvertrages und dieser Gartenordnung einzuhalten. Vorstand und Personen, die mit bestimmten Aufgaben betraut wurden, können im Einzelfall Anordnungen treffen.

Auflagen und Vorschriften, die dem Verein aus dem zwischen ihm und der Stadt/Gemeinde Fürstenfeldbruck abgeschlossenen Zwischenpachtvertrag für Kleingartenanlagen gemacht werden, sind auch für den einzelnen Unterpächter verbindlich.

2. Beendigung der Pachtzeit und Entschädigung

Im Falle der freiwilligen Aufgabe oder der Kündigung des Gartens ist von dem durch den Vereinsvorstand bestimmten Pachtnachfolger ein Ablösebetrag für die dem bisherigen Unterpächter gehörenden Sachen (Gartenhaus, Aufwuchs usw., jedoch ohne Inventar) zu entrichten. Für die Höhe des Ablösebetrages gilt als Richtwert der von der Schätzkommission ermittelte Schätzbetrag.

Kommt zwischen dem Vor- und Nachpächter über die Höhe des Ablösebetrages keine Einigung zustande, so ist der Ablösebetrag durch einen vereidigten Sachverständigen zu ermitteln. Die Kosten trägt der Auftraggeber. Das Gutachten des Sachverständigen ist für die Beteiligten verbindlich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Der Rechtsweg ist auch dann ausgeschlossen, wenn der Vereinsvorstand bei Pächterwechsel wegen der Gartenlaube oder sonstiger Bauwerke, Aufwuchs usw. eine Beseitigungs- oder Änderungsanordnung erlässt.

Der Anspruch auf Auszahlung des Ablösebetrages an den Vorpächter ruht bis zur Übergabe des Gartens an den Pachtnachfolger.

Der Vereinsvorstand kann der Mitgliederversammlung zur Genehmigung Bestimmungen vorschlagen, in welchem Umfang der Ablösebetrag zu beschränken ist (z.B. für aufwendige Bauausführung der Gartenlaube, Aufwuchs usw. soweit deren Ausführung den kleingartenüblichen Rahmen übersteigt und für einen Pachtnachfolger nicht zumutbar ist).

3. Eigenmächtige Überlassung und Weiterverpachtung

Kann ein Pächter aus gesundheitlichen oder körperlichen Gründen seinen Garten nicht selbst bearbeiten, so dass er mit schriftlicher Genehmigung des Vereinsvorstandes einen Betreuer einsetzen. Die Genehmigung muss jährlich erneuert werden.

Eine eigenmächtige Überlassung oder Weiterverpachtung des Kleingartens an Dritte ist verboten.

4. Bauliche Anlagen

Für das Errichten von Gartenlauben gelten die maßgebenden Bestimmungen der Bayerischen Bauordnung, in den Bebauungsplänen, Grünordnungsplänen, Satzungen und die Vorschriften der jeweils zuständigen Verwaltungsbehörde.

Das ständige Bewohnen der Gartenlauben sowie deren Überlassung an Dritte ist nicht erlaubt. Übernachtungen sollten auf einzelne Ausnahmefälle beschränkt werden.

Das Aufstellen von Schuppen, Garagen, Kleintierställen, Gewächshäusern über 0,75 m Höhe und sonstiger Auf- und Anbauten sowie das Unterkellern der Gartenlauben ist unzulässig.

Kleinere Gewächshäuser, die im Baukörper der Laube integriert sind, können vom Verpächter zugelassen werden. Die Grundfläche der Gartenlaube einschließlich Freisitz und Gewächshaus darf 24 qm nicht überschreiten.

Das Aufstellen von Plastikschwimmbecken und Zelten im Bereich des Kleingartens ist nicht statthaft. Ausgenommen hiervon ist das vorübergehende Aufstellen von kleinen Plastikschwimmbecken und Zelten für Kinder.

Der Anschluss von Gartenparzellen an das elektrische Stromnetz ist verboten.

Das Aufstellen und Anbringen von Sonnenkollektoren ist nicht erlaubt.

Das Aufstellen von Wäschespinnen und -ständern zum Trocknen der Wäsche ist nicht gestattet.

Gemäß § 6, Absatz 2 des Pachtvertrages des Kleingartenvereins sind lediglich Pergolen einfach(st)er Art erlaubt. Das heißt, eine feste Eindeckung widerspricht dieser Formulierung. Eine Rücksprache beim Stadtbauamt hat folgende Einschränkung/Auslegung ergeben: "Die Eindeckung einer Pergola mit Material, das lediglich einen Sonnenschutz darstellt und leicht zu entfernen ist, wird nicht als bauliche Anlage angesehen, die einer Genehmigung unterliegt. Vorausgesetzt, sie ist nicht wasserdicht und auf Dauer errichtet."

5. Kompost und Dünger

Ein vorhandener Abfallsammelplatz darf nur zur Sammlung nicht verrottbarer Abfälle benutzt werden. Die Lagerung und Verwendung von nicht aufbereiteten Hausabfällen sowie das Düngen mit Fäkalien ist nicht gestattet. Das Abbrennen von Abfällen in den Gartenanlagen und im Anlagenbereich ist verboten. Papier, Materialabfälle, Speisereste u.a. dürfen nicht herumliegen. Soweit ihre Kompostierung nicht möglich ist, hat der Pächter für die einwandfreie Beseitigung selbst Sorge zu tragen.

6. Kleingärtnerische Nutzung

Ein Kleingarten ist ein Garten, der dem Kleingärtner zur nichterwerbsmäßigen gärtnerischen Nutzung, insbesondere zur Gewinnung von Gartenbauerzeugnissen für den Eigenbedarf und zur Erholung dient. Beide Merkmale sind also erforderlich. Die reine Erholungsfunktion reicht für den Kleingartenbegriff nicht aus, wie es der Fall gewesen wäre, wenn statt des Wortes "Und" das Wort "oder" im Bundeskleingartengesetz verwendet worden wäre.

Wald- und Ziergehölze die im ausgewachsenen Zustand eine Höhe von mehr als 4 m erreichen, dürfen nicht gepflanzt werden.

Vom Vorstand können im Hinblick auf die Besonderheit des Einzelfalles (z.B. wenn der Schattenwurf überwiegend Gemeinschaftsflächen trifft) Ausnahmen zugelassen werden.

7. Grenzbepflanzungen

Die gesetzlichen Abstandsvorschriften für Pflanzungen sind bezüglich des Kleingartens so zu beachten, als wenn es ein selbständiges Grundstück wäre.

Nach dem BAYERISCHEN NACHBARRECHT sind Bäume, Sträucher oder Hecken (lebende Zäune) bis zu einer Höhe von 2 m mindestens 0,50 m von der Grenze entfernt, Bäume und Sträucher oder Hecken von mehr als 2 m Höhe mindestens 2 m von der Grenze entfernt zu pflanzen.

Der Abstand ist von der Mitte des Stammes, wo er aus dem Boden tritt, bei Sträuchern und Hecken von der Mitte der zunächst der Grenze befindlichen Triebe ab zu messen.

Grenzbepflanzungen dürfen mit Einfriedungen nicht verwachsen.

Bohnen, Himbeeren, Brombeeren usw. müssen so gepflanzt werden, dass sie dem Nachbargarten keinen Schaden zufügen.

8. Wege

Das Anfahren von schweren Lasten ist dem Pächter außerhalb der Zeit des Frostaufbruchs zu seinem Garten mit Zustimmung des Vorstandes gestattet. Der Parzellenweg (Stichweg) ist von den Pächtern der jeweils angrenzenden Kleingärten in gutem Zustand zu halten. Wege innerhalb der Parzelle dürfen nicht mit geschüttetem Beton angelegt werden.

9. Einfriedung der Anlage

Eine Abänderung gemeinsamer Einrichtungen, insbesondere der Einbau von eigenen Eingangstüren in die Außenumzäunung ist nicht gestattet.

10. Einfriedung der Parzelle

Die Errichtung von sichtbehindernden Einfriedungen an der Gartengrenze oder im Kleingarten ist von der vorherigen Genehmigung des Vorstandes des Kleingartenvereins abhängig.

Abgrenzungen zum Nachbarn durch lebende Hecken (mit Ausnahme von Spalierobst) sind nicht gestattet. Zäune zum Nachbarn sind nur mit Genehmigung des Verpächters zulässig

11. Pflege und Instandhaltung der Anlage

Der Pächter ist für die ordnungsgemäße Anlage sowie die laufende Pflege und Unterhaltung des Gartens nach Maßgabe des Pachtvertrages und dieser Gartenordnung selbst verantwortlich. Er hat zur Sauberkeit und Pflege der Wege und der Grünflächen im Anlagenbereich mit beizutragen.

Jeder Gartenpächter hat für den Schutz und die Pflege der Anlageneinrichtungen einzutreten, etwaige Missstände abzustellen oder diese dem Vorstand des Kleingartenvereins zu melden.

Dem Verpächter gehörender Baum- und Strauchbestand sowie gemeinschaftlich zu nutzende Rasenflächen im Gesamtbereich der Kleingartenanlage sind schonend und pfleglich zu behandeln.

Eingriffe an dem vorgenannten Baum- und Strauchbestand sind nur mit Genehmigung des Verpächters zulässig. Aus dem Pachtgrundstück dürfen weder Sand, Erde sowie andere Bodenbestandteile entnommen noch dauerhafte Veränderungen vorgenommen werden.

12. Gemeinschaftsarbeit

Die Gemeinschaftsarbeit dient der Errichtung und Erhaltung von Gemeinschaftsanlagen.

Gemeinschaftsarbeit ist Pflicht. Jeder Pächter verpflichtet sich, den Weisungen des Vorstandes zu gemeinsamen Arbeiten an Gemeinschaftseinrichtungen im Bereich der Kleingartenanlage Folge zu leisten.

Für Gemeinschaftsarbeiten muss Ersatz gestellt werden. Für nicht geleistete Gemeinschaftsarbeit gilt der Stundensatz, der in der Mitgliederversammlung durch Beschluss festgesetzt worden ist.

Verweigerung der Gemeinschaftsarbeit oder mehrmaliges unentschuldigtes Fehlen sowie die Nichtbezahlung des Beitrages für nicht geleistete Stunden führen zur Kündigung des Gartens nach Maßgabe des Bundeskleingartengesetzes.

13. Wirtschaftliche Nutzung

Eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit darf im Garten- und Anlagenbereich nicht ausgeübt werden. Das Anbringen von Vorrichtungen und Aufschriften zu Werbezwecken sowie Automaten und Antennen und der gewerbsmäßige Handel mit Getränken, Tabak- und Süßwaren, Zeitschriften, Sämereien, Pflanzen, Düngemitteln, Bäumen und Sträuchern usw. ist nicht gestattet.

14. Wasserversorgung

Die Absperrung der Hauptwasserleitung erfolgt spätestens am 31.10. durch den Vorstand oder einer beauftragten Person.

Die für die Entleerung und Entlüftung der Wasserleitung erforderlichen Maßnahmen durch den Pächter sind nach Anweisung des Vorstands oder einer beauftragten Person auszuführen. Für Schäden, die aufgrund schuldhafter Verletzung dieser Anweisung entstehen, haftet der Pächter.

Wenn die Wetterlage günstig ist, kann der Termin für die Absperrung verlängert werden.

Die Verlegung der Wasserzapfstelle ist nicht gestattet.

Sofern die einzelnen Gartenparzellen nicht über Wasseruhren verfügen, ist den Anordnungen des Vereinsvorstandes bezüglich der Beschränkung des Wasserverbrauches Folge zu leisten.
Die Abrechnung erfolgt pro Quadratmeter.

15. Toiletten

Als Toilette kann in der Gartenlaube, wenn von der Verwaltungsbehörde hierfür die Genehmigung erteilt wurde, ein Trockenklosett aufgestellt werden. Spültoiletten oder ähnliches sind nicht erlaubt.

Es dürfen nur transportable, möglichst geruchsfreie und abdeckbare Fäkalienbehälter unter folgender Auflage verwendet werden:

Die Fäkalien dürfen nur ausschließlich in die vorgesehene Übergabestelle im Toilettengebäude entleert werden.

16. Tierhaltung

Tierhaltung ist nicht gestattet. Werden Haustiere z.B. Hunde, Katzen oder Vögel mitgebracht, so hat der Pächter des Gartens dafür zu sorgen, dass niemand belästigt wird.

In der Gartenanlage sind Hunde an der Leine zu führen. Im Garten ist der Auslauf auf die eigene Parzelle zu beschränken.

17. Vogelschutz

Der Pächter soll für die Schaffung von Nistgelegenheiten sowie Futter- und Tränkeplätze für Vögel sorgen.

Während der Brutzeit hat der Schnitt von Hecken und Sträuchern zu unterbleiben.

18. Bienenschutz

Für das Aufstellen von Bienenständen ist vorher die Genehmigung beim Vorstand des Kleingartenvereins zu beantragen.

Bei Anwendung bienengefährlicher Pflanzenbehandlungsmittel ist die Verordnung zum Schutz der Bienen vor Gefahren durch Pflanzenbehandlungsmittel Bienenschutzverordnung genauestens einzuhalten. (Diese Verordnung kann beim Landesverband angefordert werden). Grundsätzlich sollten im Kleingarten bienenungefährliche Pflanzenbehandlungsmittel verwendet werden.

19. Schädlingsbekämpfung

Das Ausbringen von Pflanzenbehandlungsmitteln ist zu vermeiden. Durch Anbauweise und Artenwahl soll biologisch einer übermäßigen Vermehrung von Schadorganismen vorgebeugt werden.

Soweit Pflanzenbehandlungsmittel aufgebracht werden müssen (insbesondere gemäß einer Verordnung, die aufgrund des § 3 Abs. 1 Nr. 3 des Pflanzenschutzgesetzes ergeht), darf dies nur an windstillen Tagen geschehen. Der einzelne Pächter hat dabei auf Obst und Gemüse in den benachbarten Gärten Rücksicht zu nehmen und die angrenzenden Nachbarn rechtzeitig zu verständigen. Die Gebrauchsanweisung bei Anwendung von Pflanzenbehandlungsmitteln ist genauestens zu beachten.

20. Ruhe und Ordnung

Das Abstellen, Reparieren und Waschen von Kraftfahrzeugen und Wohnwagen in der Anlage oder im Garten sowie das Befahren der Wege im Anlagenbereich mit Kraftfahrzeugen ist nicht statthaft.

Das Radfahren ist nur dort gestattet, wo es im Hinblick auf die Wegbreite ausdrücklich zugelassen wurde.

Liegen die Kfz-Abstellplätze innerhalb der Kleingartenanlage, so ist nur die kürzeste oder die vom Vereinsvorstand bestimmte Anfahrt zu benutzen und im Schritt-Tempo zu befahren. Kraftfahrzeuge der Kleingartenpächter sind während des Aufenthaltes im Garten auf dem Platz abzustellen, der hierfür vorgesehen ist.

Die Anlagetore und -türen sind während der von der Stadt/Gemeinde oder dem Vorstand des Kleingartenvereins festgesetzten Schließungszeiten beim Betreten und Verlassen der Anlage zu schließen. Für seine Familienangehörigen hat der Pächter die erforderliche Anzahl von Schlüsseln beim Vorstand des Kleingartenvereins zu beschaffen.

Während des Aufenthaltes in der Kleingartenanlage ist jeder ruhestörende Lärm zu vermeiden. Besondere Ruhe ist zu bewahren:

- täglich zwischen 12.00 Uhr und 14.00 Uhr
- an Sonn- und Feiertagen ganztägig.

Rasenmäher und Stromaggregate mit Verbrennungsmotoren sind nicht gestattet. Hand- und Elektrorasenmäher dürfen zwischen 12.00 Uhr und 14.00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen nicht benützt werden.

Sollte hinsichtlich der Ausübung lärmerzeugender oder ruhestörender Tätigkeiten von der Stadt/Gemeinde Fürstenfeldbruck eine Verordnung über die zeitliche Beschränkung ruhestörender Haus- und Gartenarbeiten erlassen worden sein, gilt diese in der jeweils gültigen Fassung.

Die Lautstärke von Rundfunk-, Fernseh- und Phonogeräten ist so abzustimmen, dass niemand belästigt wird. Gleiches gilt für das Spielen von Musikinstrumenten jeder Art.

Der Pächter ist dafür verantwortlich, dass sich seine Angehörigen und Besucher an diese Bestimmungen halten.

Der Gebrauch von Schusswaffen jeglicher Art ist im Kleingarten und in der Anlage verboten.

21. Verwaltung und Aufsicht

Verpächter und Vorstand sind berechtigt, den Pachtgarten und die Gartenlaube nach vorheriger Ankündigung zu besichtigen, soweit Anhaltspunkte vorhanden sind, dass die Gartenordnung oder der Pachtvertrag verletzt wurden.

Bei Feststellung rechtswidriger Bebauung oder sonstiger rechtswidriger Nutzung des Gartens ist der Pächter zur unverzüglichen Wiederherstellung des ordnungsgemäßen Zustandes auf seine Kosten verpflichtet.

Diebstähle, Beschädigungen und Schadensfälle sind unverzüglich dem Vorstand des Kleingartenvereins zu melden.

Die Beschlüsse, Anordnungen etc. an den Anschlagtafeln, in Rundschreiben und im Verbandsorgan sind für jedes Mitglied verbindlich.

22. Verstösse gegen die Gartenordnung

Bei Verstößen gegen die Gartenordnung des Kleingartenvereins ROTHSCHWAIGE kann auf Beschluss des Vorstandes eine Geldbuße bis 20,-- € verhängt werden, wenn nicht nach Lage der Dinge die Kündigung des Pächters erfolgen muss.

23. Schlussbestimmungen

Über Änderungen oder in allen in dieser Gartenordnung nicht geregelten Fällen entscheidet der Zwischenpächter (Verband/Verein) im Einvernehmen mit dem Verpächter (Stadt/Gemeinde).

Mitglieder und Unterpächter haben sich in allen Vereins- und Kleingartenfragen an den Vereinsvorstand zu wenden.

Von den Dienststellen der Stadt/Gemeinde Fürstenfeldbruck werden unmittelbare Verhandlungen mit den Mitgliedern und Gartenpächtern des Vereins nicht geführt.

Fürstenfeldbruck, im Juli 1988